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Unser Urlaub auf Teneriffa

Schon länger war es mein Wunsch, mal Urlaub auf den Kanaren zu machen und Marcus hat mir diesen Wunsch erfüllt. Nach reiflicher Überlegung haben wir uns für Teneriffa als die größte und landschaftlich abwechslungsreichste Insel entschieden. Die Reise selbst war alles in allem recht lang und daher nicht so toll, vor allem für Robin, aber er hat sich tapfer geschlagen. Natürlich war unser Hotel das letzte, welches der Bus angefahren hat, aber trotzdem würden wir wieder dies Hotel buchen. Die Anlage hat mehrere Pools mit Sonnenliegen drumherum und ist keine 200 m vom Strand entfernt. Vor allem unser Appartment war klasse und verfügte über wichtige Sachen: Kühlschrank für kalte Getränke, ein separates Schlafzimmer, damit Robin abends als erster ins Bett gehen konnte und vor allem eine Terasse. Die haben wir sehr ausgiebig genutzt.
Sehr schnell haben wir festgestellt, dass Urlaub mit einem 5 Monate alten Baby anders ist als wir uns das vorgestellt hatten oder als wir sonst unsere Urlaube verbracht haben. Robin war der Boss und hat stark beeinflusst, wie lange unsere Touren oder Wanderungen dauern. Wir haben jedoch zu einem Rhythmus gefunden, der uns allen einigermassen gerecht geworden ist.
Morgens nach dem Frühstück sind wir aufgebrochen und haben die Insel erkundet. Zu Fuß mit Kinderwagen durch Puerto de la Cruz oder wir sind mit dem Auto irgendwo hin gefahren und haben dann die Gegend mit Robin im Tragetuch erwandert.Auf diese Weise haben wir so ziemlich die ganze Insel gesehen. Faszinierend fand ich den Wechsel der Landschaft. Nach den Kiefernwäldern im Orotavatal folgte die Mondlandschaft um den Teide.Die Lorbeerwälder im Teno-Gebirge waren geisterhaft in Nebel getaucht. Die Felsen von Los Gigantes fallen senkrecht ins Wasser. Schön waren auch die typisch tinerfinischen Balkone an den Häusern. Die konnten wir in jeder Stadt bewundern. Mit den Orten war das sowieso so eine Sache. Meiner Meinung nach hat Puerto de la Cruz wesentlich mehr Flair als die Hauptszadt Santa Cruz und Garachico ist reizvoller als das in jedem Reiseführer gepriesene Orotava. Wir sind auch schnell drauf gekommen, warum die Höllenschlucht ihren Namen hat: diese Hitze ist fast unerträglich. Die Straßen waren teilweise recht witzig. Teneriffa ist nun mal sehr bergig und deswegen sind schon die Hauptstraßen wie Paßstraßen, die sich in Serpentinen durch die Landschaft schlängeln. Weicht man von diesen ab, haben die Tinerfinos teilweise wieder die direkte Route bevorzugt: die Straßen sind dann so steil, dass man das Gefühl hat es fehlt nicht viel und das Auto macht einen Purzelbaum. Oder man muss sich langsam vortasten, weil nicht klar ist, ob und wie die Straße weitergeht.
Gegen halb drei waren wir dann wieder Hotel und haben nachmittags mit Robin auf der Terasse gespielt. Die lag dann schön im Schatten und wir mussten uns daher auch keine Gedanken um Sonnenschutz für Robin machen. Während des gesamten Urlaubs konnten wir uns jedoch nicht mit Robin einigen, wo genau wir spielen. Wir hatten dem Kleinen jeden Tag aus Schaumstoffmatten und Handtuch einie gemütliche Spielfläche aufgebaut, dieser fand es aber viel interessanter, auf den Fliesen rumzuliegen oder zu krabbeln. Dafür hatte er dann immer einen kalten Bauch sowie kühle Hände und Knie. Ein paarmal sind wir mit dem Zwerg in einen der Pools gegangen. Das fand er jedesmal toll.
Dann gab’s Abendessen für uns Große und nochmal spielen, aber jetzt drinnen. Da der Zwerg unsere Ausflüge anscheinend langweilig fand und die Vormittage meist verschlafen hat, war er logischerweise abends auch nicht so früh müde. Im Gegensatz zu uns, die ja den ganzen Tag beschäftigt waren. Unsere Abende ohne Kind waren daher meist recht kurz, zumal an Ausschlafen morgens nicht zu denken war: zwischen 6 und 8 wurde die Nacht für beendet erklärt. Ab 7 Uhr war das für mich auch ok.
Als Fazit kann ich nur sagen, es war ein toller Urlaub.


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